Knuth Becker (1891 – 1974)

 

Der Name Knuth Becker klingt dem Kenner der dänischen Literatur wie ein mächtiges Bergmassiv. In den 30er bis 50er Jahren hat Becker mit der fünfbändigen, fast 3000 Seiten umfassenden Geschichte um Kai Gøtsche ein Werk in die Welt gesetzt, ein breit ausgewalztes episches Gebirge geschaffen, das fraglos als eigenes Universum zu begreifen ist und längst noch nicht ausgeschöpft zu sein scheint. Dieses wahre Epos ist dreierlei: Entwicklungsroman, sozialer Roman und auch Kollektivroman und es versucht wahrlich umfassend zu sein. Entwicklungsroman ist es aufgrund der strikten chronologischen Schilderung des Lebens des Kai Gøtsche, sozialer Roman ist es in der ungeschönten Wiedergabe der Härten und Schmerzen des Lebens der einfachen Leute und Kollektivroman, weil es trotz des klassischen Aufbaus eine große Anzahl an Menschen auf die Bühne ruft und diese auch aneinander sich beeinflussen und entwickeln lässt. Man kann darüber spekulieren, ob und inwieweit Becker von Kirk beeinflusst gewesen sein mag.

 Ausführliche Analyse folgt

Die 5 Romane sind:

 

Det daglige brød (1932)

Verden venter, 2 Bände  (1934)

Uroligt forår, 3 Bände (1938-1939)

Når toget kører, 2 Bände (1944)

Marianne (1956)

 

©Text und Übersetzungen Jörg Seidel